„Ritter der Kreisrunde“

„Ritter der Kreisrunde“
15. Januar 2018 Eva Djakowski

„Ritter der Kreisrunde“ – KLJB Augsburg stärkt die Zusammenarbeit der mittleren Ebene

Dass ein echter Ritter nicht immer eine glänzende Rüstung tragen und auf einem Schimmel reiten muss, weiß auch die britische Königin und daher verleiht sie in der Regel zwei Mal im Jahr Bürgern, die sich in der Gesellschaft besonders verdient gemacht haben, den Ritter- bzw. Damentitel. Die „Ritter“ und „Damen“ der Katholischen Landjugendbewegung Augsburg (KLJB) sind zwar nicht von der Queen geadelt, leisten aber auch besondere Verdienste. Nämlich indem sie als Vorsitzende die mittlere Ebene, die Kreise und Dekanate, der KLJB leiten. Um das Engagement genau dieser „Ritter der Kreisrunde“ zu würdigen, hat die Diözesanebene am vergangenen Samstag, dem 13.01.2018, ein Kreistreffen organisiert.

Rund 20 „Ritter“ und „Damen“ sind in der Diözesanstelle der KLJB zusammen­gekommen, um sich über die Aufgaben und Programme der Kreise und Dekanate auszutauschen. Tamara Horak, KLJB-Diözesanvorsitzende und Projektleiterin der „Ritter der Kreisrunde“, erklärt die Grundlage des Projekts: „Die „Augsburger Gruppenkiste“, mit der die Diözesanebene den Kontakt zu den Ortsgruppen intensiviert hat, kam bei unseren Mitgliedern so gut an, dass wir nun die mittlere Ebene – die KLJB Kreise und Dekanate in der Diözese Augsburg – gezielt ansprechen möchten. Mit den „Rittern der Kreisrunde“ möchten wir die Zusammenarbeit zwischen Diözesan- und Kreisebene analysieren und optimieren.“ Zudem soll das Projekt den Austausch der Kreise und Dekanate untereinander fördern. Der Startschuss für die regelmäßigen Netzwerktreffen der Kreise und Dekanate fiel am Samstag mit der ersten „Tafelrunde“.

Vertreter aus sieben der zehn konstituierten Kreise und Dekanate der KLJB im Bistum Augsburg tauschten sich in informeller Runde über ihre Erfahrungen als KLJB-Kreisvorsitzende aus. Hauptsächlich die Aktionen der Kreise, aber auch die Aufgaben und Erwartungen, die an die jugendlichen Vorsitzenden getragen werden, standen im Mittelpunkt der Diskussionen. Natürlich wurde auch über die Motivation, sich auf Kreisebene zu engagieren, gesprochen. „Aufgaben im Kreisvorstand zu übernehmen ist für mich mit weniger Zeitaufwand verbunden als die Leitung einer KLJB-Ortsgruppe, die sich zum Teil jede Woche treffen möchte“, sagte Veronika Regler (20), Kreisvorsitzende im Kreis Kaufbeuren. Sie besucht derzeit eine Berufsoberschule in Nürnberg und ist somit lediglich an den Wochenenden zu Hause im Allgäu. „Zu meiner momentanen Lebenssituation passt das einfach besser.“

Die Analyse des „Ist-Zustands“ der Kreise- und Dekanate machte die Vielfalt der KLJB  deutlich. Trotz derselben Grundstruktur variiert die Arbeit der Kreise zum Teil stark, denn sie ist immer an die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort angepasst. In einigen Kreisen, wie zum Beispiel Sonthofen, sind die KLJB-Ortsgruppen sehr aktiv, so dass die mittlere Ebene kaum Veranstaltungen anbietet. Auch bezüglich der Zusammensetzung der Kreise gibt es zum Teil recht große Unterschiede, dem Kreis Nördlingen zum Beispiel gehören lediglich drei Ortsgruppen an, während sich Kempten aus insgesamt 19 Gruppen zusammensetzt. So oder so wurde klar: die KLJB leistet auf Kreisebene mit ihren Aktionen und Aktivitäten einen wesentlichen Bestandteil der Jugendbildungsarbeit auf dem Land. Die Vernetzung der Kreise und Dekanate über ihre Territorialgrenzen hinaus soll dazu beitragen, die Qualität des Angebots noch zu erhöhen. Der 17-jährige Sylvester aus Memmingen sagte: „Ich erhoffe mir von dem Austausch innovative und kreative Ansätze und Ideen für die Jugendarbeit vor Ort“, denn in Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmer der „Ritter der Kreisrunde“ Impulse und Gedank          en für mögliche zukünftige Aktionen und schöpften zudem aus dem Pool der bereits in den Kreisen vorhandenen. So wurde ausführlich über die Organisation von Altkleider­sammlungen, Kicker-Turnieren oder auch Spendenaktionen für Lateinamerika gesprochen.

Das Vernetzungstreffen „Ritter der Kreisrunde“ wurde von allen Teilnehmern als hilfreiches Gremium wahrgenommen. Auf eine intensivere Zusammenarbeit in Zukunft sind die Ritter und Damen positiv gespannt.

 

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