Kanutour im Altmühltal

oder auch: Eine Reise in die Bäume

Kanutour im Altmühltal
29. Juni 2016 Eva Djakowski

„Es regnet.“ Das haben sich wahrscheinlich alle Teilnehmer gedacht, als sie sich am Samstag, den 11. Juni 2016, auf den Weg nach Treuchtlingen gemacht haben, um von dort aus zur zweitägigen Kanutour der KLJB Augsburg aufzubrechen. Doch der Wettergott meinte es gut, schon am Treffpunkt war es überwiegend trocken und wer braucht schon Sonnenschein von oben, wenn 16 strahlende KLJBlerinnen und KLJBler versammelt sind?

Schon beim Ankommen wurden die Teilnehmer mit Schwimmwesten ausgestattet, die Habseligkeiten, auf die selbst auf dem Kanu nicht verzichten werden konnte, wurden in wasserdichte Eimern verstaut und los ging‘s. Nachdem die erste Hürde „Kanu ins Wasser setzen“ von allen gemeistert wurde, dauerte es keine zwei Minuten bis klar war, dass Kanufahren eindeutig schwieriger ist, als es aussieht. Von (un)freiwilligen Pirouetten des Kanus, über Kollisionen der Teams miteinander bis hin zum Versuch, die Altmühl zu verbreitern, indem man mit voller Kraft in die Böschung rudert, war vor allem auf den ersten Kilometern viel zu sehen. Doch langsam aber sicher hatte jedes Boot seine eigene Taktik entwickelt, wie man am einfachsten „nur“ geradeaus fährt und so ging es relativ gemütlich und mit viel Strömung gut voran. Wenn nicht gerade wieder versucht wurde, sich unauffällig an ein anderes Kanu zu hängen oder ein Wettrennen stattfand, blieb viel Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen, zu ratschen und ganz viel Blödsinn zu machen.

Eines der Highlights des Tages (zumindest für die Zuschauer) war definitiv, als „Team Memmingen“ kurz vor dem Kentern war. Wie es dazu kam? Das Kanu steuerte in Richtung eines sehr tief hängenden Astes. Babsi und Anna, die Damen des Bootes, konnten noch geschickt den Kopf einziehen, bei den Herren sah das schon anders aus. Nachdem Manni einfach zu groß oder der Ast zu tief war, kam das Boot schon sehr in Schräglage und nahm gleich noch ein paar Liter Wasser mit. Auf Tuchfühlung ging allerdings nur Wuidi mit dem Ast. Man weiß nicht, wie es passierte, aber plötzlich hing der arme Kerl im Baum. Auch das verursachte natürlich nochmal Chaos auf dem Kanu – doch wie man die Memminger kennt, haut sie so schnell nichts um und sie kamen „mit dem Schock davon“… und mit viel Wasser im Kanu.

Am Nachmittag wartete Bildungsreferentin Silvia in Solnhofen mit Getränken auf die Matrosinnen und Matrosen. Nachdem die Zelte geholt waren, wurden diese auch sofort aufgebaut und es warteten Rindergulasch, Bratwurst-Burger oder fränkische Currywurst im Wirtshaus. Nach dem anstrengenden Tag schmeckte alles wunderbar und zur Belohnung gab es noch Apfelküchlein und Vanilleeis zum Nachtisch.
Zum Tagesausklang fing es leider an zu regnen, da aber ohnehin schon Schlafenszeit war, verkrochen sich alle in ihre Zelte.

Am zweiten Tag wurden die Kanutourler von den ersten Sonnenstrahlen, die durch die Zeltwand kamen, geweckt und vom Duft des bereits vorbereiteten Frühstücks. Nachdem sich jeder für den Tag gestärkt und sein Lunchpaket zusammengestellt hatte, mussten nur noch die Zelte zusammengepackt werden. Am Vormittag ging’s auf der Altmühl weiter. Dank der starken Strömung musste nicht viel gepaddelt werden. Das Wetter war wieder trocken, sogar die Sonne kam auf den ersten Kilometern raus. Mit nur noch drei Vierer Kanus und den Erfahrungen des vorherigen Tages hätte man die KLJBLer fast mit Kanouprofis verwechseln können. Zügig ging es voran und aus dem Gleichgewicht kamen die Jungs und Mädels nur noch bei den sogenannten Bootsrutschen, bei denen man im Kanu eine Art Rutschbahn nach unten fährt. Gerade als es ans Auspacken der Brotzeit ging, fing es leider stark an zu regnen. Das bedeutete, Brotzeit einpacken, Regenjacke anziehen und schnell weiter rudern bis eine Brücke zum Unterstellen kommt. Unnötig zu erwähnen, dass natürlich keine Brücke kam. Leider hörte es bis nach Dollnstein kaum mehr auf zu regnen, desto glücklicher waren alle dann bei der Ankunft.

Im Rückblick kann man ganz klar sagen, dass alle wieder einmal verdammt viel Spaß hatten und sich auf eine Wiederholung freuen!

Christina Achter

Weitere Impressionen von der Kanutour 2016

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