Trick 17

Trick 17
7. März 2019 Eva Djakowski

Neues Projekt als Beitrag zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen

Trick 17 – das ist im allgemeinen Sprachgebrauch der Code für einen besonders originellen oder auch besonders naheliegenden Lösungsweg für ein Problem.
Trick 17 – so heißt auch das aktuelle Projekt KLJB Augsburg, das sich mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen beschäftigt. Der Name ist dabei Programm, erklärt Tamara Horak, Diözesanvorsitzende der KLJB und eine der Projektleiterinnen von Trick 17: „Wir wollen Tipps, Methoden und Vorgehensweisen aufzeigen, wie jeder Einzelne die Welt Stück für Stück ein wenig besser machen kann. Und vor allem wollen wir, die sehr sperrigen 17 Nachhaltigkeitsziele so vereinfachen, dass sie jedermann mit wenig Aufwand in seinem persönlichen Umfeld umsetzen kann.“

Im Projektzeitraum von 17 Monaten (Dezember 2018 bis Mai 2020) stellt der Jugendverband jedes der 17 Ziele in den Fokus seiner Arbeit. Einen sanften Einstieg in das Thema gab es bereits im vergangenen Dezember mit einem Adventskalender auf der Website, der die Mitglieder in das Thema einführte. Der Februar stand ganz im Zeichen des Ziels 14, „Leben unter Wasser“. Hier ist eine Gruppenstunde für Jugendgruppen zum Thema „Überfischung der Weltmeere – was ich dagegen tun kann“ ausgearbeitet worden, die den Mitgliedern für ihre Arbeit vor Ort zur Verfügung steht. Grundsätzlich sind in erster Linie Aktionen im Rahmen der Jugendbildungsarbeit geplant, durch die dem Thema auch die Komplexität genommen werden soll. „Wir möchten mit dem Projekt Bildungs- und Aufklärungsarbeit zu den 17 Nachhaltigkeitszielen leisten. Jedes KLJB-Mitglied soll bis Mai 2020 die Ziele kennen und die Auswirkungen seines persönlichen Handelns wahrnehmen, kritisch hinterfragen und optimieren“, so Tamara Horak. Das sei wichtiger als Gesetze zu verabschieden, findet sie. Die UN hat den Zielekatalog bereits zum 1. Januar 2016 verabschiedet, „und dafür sind die Nachhaltigkeitsziele zu wenig bekannt. Denn die Ziele können nicht alleine durch politische Entscheidungen umgesetzt werden, sondern nur, wenn jeder Einzelne zur Realisierung beiträgt.“ Trick 17 zeigt einfache Alltagsmöglichkeiten, die ein Beitrag zum Erreichen der Ziele sein können.

Die KLJB fühlt sich als Jugendverband mit ökologischer Ausrichtung, bei dem die Bewahrung der Schöpfung im Fokus steht, nahezu verpflichtet, Bildungsarbeit im Rahmen der 17 Ziele zu leisten. Auf Landes- und Bundesebene, die beide stärker politisch arbeiten als die KLJB Augsburg, stehen die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele schon länger auf der Agenda. Im Rahmen der Jahresthemenfindung ist dem fünf-köpfigen Diözesanvorstand der KLJB Augsburg aufgefallen, dass viele Dinge, die den Jugendlichen im Bistum Augsburg auf dem Herzen liegen, sich in den 17 Nachhaltigkeitszielen finden. So wurde Trick 17 geboren. Nach dem stillen Projektbeginn im Dezember erfolgt nun der große praktische Start der Kampagne. „Demnächst steht der Besuch eines Hilfswerks, im Rahmen des 17. Ziels – Partnerschaften zur Erreichung der Ziele – an“, sagt die Diözesanvorsitzende. Außerdem ist unter anderem noch ein ganzheitlicher Kochkurs, bei dem die KLJBler lernen, möglichst abfallfrei zu kochen, geplant. Dieser möchte zur Realisierung des 2. Ziels – Kein Hunger – beitragen.

Die Projektleiterin selbst findet besonders Ziel 12 – Nachhaltige/r Konsum und Produktion – spannend, denn dieses spiele in viele der anderen Ziele hinein und betreffe jeden. „Konsum ist in der heutigen Gesellschaft ein zentrales Thema. Es wäre ein sehr großer Schritt, sich gänzlich dem Konsum entziehen zu wollen, aber bewusstes Konsumieren ist eigentlich einfach umzusetzen. Wie wurde beispielsweise die Schokolode, die ich kaufe, hergestellt? Kann ich vielleicht durch den Kauf einer anderen Schokolade dazu beitragen, dass Kakaobauern in Südamerika menschenwürdiges Arbeiten (Ziel 8) ermöglicht wird? Hier kann mit kleinen Schritten eine große Wirkkraft entstehen.“

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung bilden das Kernstück der Agenda 2030. Die Agenda der Vereinten Nationen schafft die Grundlage dafür, weltweiten wirtschaftlichen Fortschritt im Einklang mit sozialer Gerechtigkeit und im Rahmen der ökologischen Grenzen der Erde zu gestalten.

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