Heimvorteil im Landtag

Heimvorteil im Landtag
16. März 2012 Christina Achter

Mit einer Fotoaktion, einer grünen „Kampagne-Bowle“ und einer Tombola lockten die Landjugendlichen die Abgeordneten an ihre Informationsstände, für die aus allen sieben Diözesanverbänden Vertretungen nach München geschickt wurden. Der erste Höhepunkt war der spontane Besuch von Ministerpräsident Horst Seehofer, der sich kurz Zeit für die Anliegen der Landjugendlichen nahm.
Auf einer Präsentationswand wurden Statements zu ländlichen Räumen gesammelt, so teilte Landtagspräsidentin Barbara Stamm mit: „Wenn das Land nicht mehr atmet, ersticken die Städte!“

Großes Interesse in der Politik am Engagement der Landjugend

Sebastian Maier, KLJB-Landesvorsitzender, betonte, wie wichtig der direkte Kontakt zur Landjugend für die Politik ist: „Mehr politische Beteiligung für junge Menschen in Bayern ist einer der wichtigsten Bereiche unserer Kampagne HEIMVORTEIL. Und heute haben wir gemerkt, dass es großes Interesse am Engagement und an den Themen der vielen Ehrenamtlichen der Landjugend in Bayern gibt.“
Die Gespräche drehten sich immer wieder um die großen Vorteile des Landlebens in Bayern, die die KLJB-Kampagne in den Vordergrund stellen will: Gute Dorfgemeinschaften mehrerer Generationen, starkes Ehrenamt, erhaltenswerte Natur- und Kulturlandschaft. Dabei übersieht die KLJB auch die Themen nicht, bei denen politischer Handlungsbedarf besteht: mangelnde Verkehrsverbindungen, Arbeitsplätze und Schulen vor Ort. Aber auch immer wieder genannt wurden Jugendräume und schnelles Internet als Teil der Daseinsvorsorge von heute, die ländliche Räume weiter attraktiv halten kann.

KLJB fordert Jugendbeteiligung auch bei der Landesplanung in Bayern

Passend zum Thema der Kampagne HEIMVORTEIL forderte zuletzt der Landesausschuss der KLJB Bayern einstimmig „Jugendbeteiligung bewegt das Land – Mehr Partizipation und politische Bildung in Bayern!“ mit sehr detaillierten Vorschlägen für eine bessere Jugendbeteiligung in Bayern.
Zudem forderte der Landesausschuss den KLJB-Landesvorstand auf, bei der Reform der bayerischen Landesplanung die Interessen junger Menschen vom Land einzubringen. Die KLJB kritisiert die Pläne der Staatsregierung, aus dem Gesetz zur Landesplanung und dem neuen Landesentwicklungsprogramm alle Ziele und Grundsätze unter Bildung, Kultur und Soziales zu streichen. Damit entfallen auch alle landes- und regionalplanerischen Vorschriften zur Jugendförderung.
KLJB-Landesvorsitzender Andreas Deutinger, zugleich UN-Jugenddelegierter 2011, ist dieses Thema sehr wichtig: „Besonders die Beteiligung der Jugend an der Zukunftsplanung auf dem Land wird bei uns eingefordert und das sollte auch bei der Landesplanung sichtbar werden!“

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