KLJB Bayern fordert besseren Schutz für Lokalpolitiker*innen und starkes Ehrenamt
München, 23.02.2026 – Auf dem Landesausschuss der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayerns fassen die Delegierten zwei Beschlüsse, welche Forderungen zum besseren Schutz von Kommunalpolitiker*innen und strukturellen Verbesserungen, für das Ehrenamt enthalten.
Strukturen für Ehrenamt verbessern
Mit ihrem Beschluss „Goldstatus für’s Ehrenamt“ richtet die KLJB Bayern grundlegende Forderungen an die Politik, um Ehrenamt für alle zu ermöglichen und attraktiv zu gestalten.
KLJB-Landesvorsitzende Alexandra Schmid erläutert dazu folgendes: „Millionen von Menschen engagieren sich in Bayern ehrenamtlich und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie unterstützen Menschen in Not, setzen sich für Umwelt- und Klimaschutz ein, gestalten Jugendarbeit, stärken das Leben im ländlichen Raum und übernehmen Verantwortung in ihren Gemeinden. Dafür braucht es mehr als symbolischen Dank, sondern klare Wertschätzung. Diese zeigt sich in verlässlichen politischen Rahmenbedingungen und finanzieller Absicherung“.
Die KLJB Bayern fordert daher den Ausbau der Bayerischen Ehrenamtskarte mit niedrigeren Zugangshürden und jugendgerechten Vergünstigungen und die verbindliche Anerkennung ehrenamtlich erworbener Kompetenzen. Außerdem fordern die Delegierten die vollständige Kostenerstattung und garantiert bezahlten Sonderurlaub für Jugendleiter*innen.
Lokalpolitiker*innen müssen geschützt werden
Kurz vor den anstehenden bayerischen Kommunalwahlen macht die KLJB Bayern im Beschluss „Sicherheit für Kommunalpolitiker*innen stärken – Demokratie schützen“ zudem auf die zunehmende Gewalt gegenüber Kommunalpolitiker*innen aufmerksam. Physische Angriffe, Sachbeschädigungen, Bedrohungen und Hassrede – sowohl im realen Leben als auch im digitalen Raum – nehmen seit Jahren zu.
KLJB-Landesvorsitzende Karolin Ott bekräftigt den Beschluss: „Angriffe gegen Kommunalpolitiker*innen sind kein individuelles Problem, sondern stellen einen Angriff auf die demokratische Kultur dar. Sie führen dazu, dass sich Menschen aus Angst vor Anfeindungen nicht mehr politisch äußern, nicht kandidieren oder ihr Amt niederlegen. Besonders alarmierend ist, dass junge und ehrenamtliche Kommunalpolitiker*innen überdurchschnittlich häufig betroffen sind. Demokratie lebt vom Engagement derer, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Dieser Einsatz darf nicht zur Gefahr für Leib und Leben werden“.
Die KLJB Bayern fordert unter anderem spezialisierte psychosoziale und rechtliche Unterstützungsangebote für Betroffene, die konsequente strafrechtliche Verfolgung von Hassrede und Bedrohungen – auch unterhalb der Schwelle körperlicher Gewalt – sowie die dauerhafte Institutionalisierung spezialisierter Hatespeech-Strukturen bei Polizei und Staatsanwaltschaft.
Klara Stadler legt Amt als Landesvorsitzende aus persönlichen Gründen nieder
Im Namen des Landesvorstands bedankt sich Landesgeschäftsführer Sebastian Petry bei Klara Stadler für ihr tolles Engagement und ihren Einsatz für die KLJB Bayern, insbesondere für ihre Leidenschaft im AVÖ-Bereich. Er hebt heraus, dass sie sich in kürzester Zeit in den Gremien des Bayerischen Bauernverbands einen Namen gemacht und sich in fachliche Diskussionen für die Interessen der KLJB Bayern eingebracht hat.
Studienteil zu Künstlicher Intelligenz
Im Rahmen des Landesausschusses gestalteten die Referent*innen Laura Troiano und Stephan Raab einen Studienteil zum Thema Künstliche Intelligenz und Medienkompetenz, um auf die zunehmenden Gefahren, aber auch Vorteile, von Künstlicher Intelligenz im Alltag aufzuklären. Die Teilnehmer*innen beschäftigten sich mit den Themen Mediennutzung, Desinformation und dem verantwortungsvollen Umgang mit KI-Technologien. Ergänzt wurde dies durch eine Einführung in die Funktionsweise Künstlicher Intelligenz und eine Analyse von Fake News als politische Waffe.

