Wir wünschen euch frohe, gesegnete und besinnliche Weihnachten 2019!

Wir wünschen euch frohe, gesegnete und besinnliche Weihnachten 2019!
24. Dezember 2019 Christopher Detke

Liebe KLJBler*innen,

wir wünschen euch ein frohes, gesegnetes und besinnliches Weihnachtsfest! Vielen Dank für eure ledeinschaftliche Mitarbeit und viele tolle gemeinsame Momente und Erlebnisse im Jahr 2019!

Zum Jahresausklang hat unser Geist, Bernd Rochna, noch einen kleinen Impuls zum Thema vergessene Helden verfasst. Viel Spaß beim Lesen!

Der Heilige Josef – ein „vergessener Held“?

„Gestalter der Geschichte“. So der Titel eines Sachbuches, welches ich vor etlichen Jahren von meinen Eltern anlässlich meines 13. Geburtstages geschenkt bekommen habe. In diesem waren, wie der Titel bereits vermuten lässt, zahlreiche Persönlichkeiten aufgeführt, die den Lauf der Menschheitsgeschichte im positiven wie im negativen Sinne, entscheidend beeinflusst und geprägt haben. So reichte die Bandbreite vom Religionsgründer Abraham, über Karl den Großen hin bis zum berühmten Kanzler der Einheit Dr. Helmut Kohl.

Und in der Tat verbinden wir die meisten historischen Ereignisse auch immer mit den entsprechenden Akteuren, die in der Regel eine große Bekanntheit erlangt haben, auch wenn ihr Wirken oft je nach Epoche unterschiedlich bewertet und interpretiert wird. Nun gibt es aber immer wieder den Fall, dass entscheidende Personen sozusagen von der Geschichte vergessen werden. Sie waren vielleicht existenziell für den Verlauf,, ohne jedoch entsprechende Bekanntheit oder gar Berühmtheit zu erlangen.

In diesem Zusammenhang sei beispielsweise der sowjetische Oberstleutnant Stanislaw Jewgrafowitsch Petrow zu nennen, welcher in ganz entscheidenden Maße dazu beigetragen hat, dass es im Jahr 1983 aufgrund einer Fehlinterpretation eines Nato-Manövers auf sowjetischer Seite zu keiner militärischen Reaktion kam, welche mit großer Wahrscheinlichkeit einen dritten Weltkrieg zur Folge gehabt hätte. Erst kurz vor seinem Lebensende wurden ihm von Seiten der Öffentlichkeit die entsprechenden Ehren für sein verantwortungsbewusstes und vorausschauendes Handeln zuteil. So steht er stellvertretend für die unzähligen Menschen, die ganz Großes und Entscheidendes während ihres Lebens geleistet haben, aber dafür nie eine entsprechende Wertschätzung erfahren haben.

In diese Reihe könnte sich in gewisser Hinsicht der Heilige Josef einordnen lassen. Der heilige Josef ist ein „stiller Heiliger“  im wahrsten Sinne des Wortes. In der gesamten Heiligen Schrift ist kein einziges Wort von ihm überliefert. Dennoch und vielleicht gerade deshalb hat er seinen Glauben und sein unerschütterliches Gottvertrauen in ganz anderer Weise bezeugt. Durch konkrete Tat und entschiedenes Handeln. So nahm er Maria an –  trotz des berechtigten Verdachts der Untreue. Er kümmerte sich und suchte eine gemeinsame Herberg und rettete das Kind mit der abenteuerlichen Flucht nach Ägypten; immer hat Josef ganz dem Willen Gottes vertraut. Dessen willen hat er ohne Zögern oder gar Murren befolgt. So manchen persönlichen Lebensentwurf hat er dabei s „über den Haufen geworfen“. Wie wären die Geschehnisse rund um die Geburt Jesu wohl verlaufen, wenn Josef irgendwann gezögert oder sich vielleicht sogar zu einer anderen Handlung entschlossen hätte? Wir gedenken gerade innerhalb der Katholischen Kirche in ganz intensiver Weise Maria und ihr gesprochenes Ja zur Botschaft des Engels und damit zur Verheißung Gottes und dies ist auch gut so! Dennoch will ich auch an  Josef erinnern, denn auch er hat ganz entschieden „Ja gesagt“ zum Willen des Herrn. Nicht eben durch Wort, sondern durch Tat. Und so kann er gerade für unsere Zeit ein Vorbild sein, welches uns immer wieder sagen möchte: Nicht so viel reden, sondern wirklich tun!

In diesem Sinne wünsche Ich Euch und Euren Familien ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und dann natürlich auch ein gutes Hinüberkommen in das neue Jahr 2020!

Euer

Jugendpfarrer und Diözesanpräses Bernd Udo Rochna

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