01.03.2016 10:15 von Eva Djakowski

Was glaubsch du eigentlich? – Spiritag

Der Austausch untereinander spielte eine große Rolle beim Sprirtag

Glaube – das ist ein sehr persönliches Thema, über das natürlicherweise Viele nicht gerne offen sprechen. Anders jedoch die TeilnehmerInnen des „Spiritags“ der KLJB Augsburg. Am zweiten Fastensonntag haben sich rund zehn junge Erwachsene in der Diözesanstelle zusammengefunden, um sich über ihren Glauben auszutauschen.

 

„Was glaubsch du eigentlich“ war das Thema des ersten Spiritags der KLJB Augsburg, bei dem sich die Jugendlichen unter anderem damit auseinandersetzten, warum sie glauben, ob Glaube eigentlich noch „in“ ist und ob man überhaupt falsch glauben kann.

 

Gleich zu Beginn der Veranstaltung tauschten sich die TeilnehmerInnen über ihre besonderen spirituellen Erlebnisse aus und viele waren sich einig: der Weltjugendtag 2011 in Madrid hat sie geprägt. „Es war ein tolles, intensives Erlebnis für mich“, sagte der 24-jährige Tobias Aurbacher „bei dem ich meinem Glauben sehr deutlich wahrgenommen habe.“ Neben dem Austausch kam auch die ganz persönliche Auseinandersetzung nicht zu kurz. Denn anschließend hatten die jungen Erwachsenen Gelegenheit, sich über den eigenen Glaubensweg und das eigene Glaubensleben bewusst zu werden. Den Einstieg erleichterten Impulsfragen wie „was ist Glaubensgemeinschaft für mich? Wer sind meine Glaubensvorbilder?“, die jeder für sich beantworten konnte.

 

Auch wurde darüber gesprochen, wie die Jugendlichen ihren Glauben im Alltag leben. Viele sind als Ministranten in ihrer Pfarrei aktiv und auch der sonntägliche Gottesdienstbesuch ist noch „in“, berichteten die Spiritag-TeilnehmerInnen.

 

Im Rahmen des Spiritags referierte BDKJ-Präses P. Christoph Lenz über das Thema „Glaube im Verband“ und zeigte dabei biblische Erzählungen, in denen das Erleben des Glaubens in der Gemeinschaft im Fokus steht. So wurde den TeilnehmerInnen sehr deutlich, dass ihre Verbandsarbeit und ihr Wirken Teil des christlichen Sendungsauftrags sind.

 

Die Jugendlichen sprachen sehr offen über ihren Glauben und ihre Erfahrungen und Erlebnisse. „Glaube verbindet sehr und es kostet nicht so viel Mut, mit neuen Menschen über persönlichen Glauben zu sprechen“, fasste Marina Mayr aus Marktoberdorf im Allgäu den Spiritag zusammen, der mit einem gemeinsamen Gottesdienst am Nachmittag schloss. „Es hat gut getan und hat sogar Spaß gemacht, sich über den Glauben auszutauschen“, sagte Tobias Aurbacher am Ende des Tages. „Sonst nimmt man sich selten Zeit dafür, sich bewusst mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen. Das ist ein Thema, das häufig zu kurz kommt.“ So soll der Spiritag im kommenden Jahr wiederholt werden.

 

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