17.08.2016 21:00 von Eva Djakowski

KLJB Augsburg mit „Griff ins Klo“ auf der Allgäuer Festwoche

Maria, Peter und Kilian (von links) führten durch den „Griff ins Klo“ auf der Allgäuer Festwoche.

Die Allgäuer Festwoche in Kempten ist das gesellschaftliche Ereignis und eine feste Institution in der Region. Manch ein Unternehmer schließt gar für diese neun Tage im Jahr sein Geschäft, um sich und seinen Mitarbeitern den ungetrübten Festwochen-Spaß zu ermöglichen. Rund 400 Aussteller präsentieren ihr Angebot aus Industrie, Handel, Landwirtschaft und Dienstleistung jedes Jahr im August auf dem Festgelände. Dieses Mal hat sich auch die Katholische Landjugendbewegung Augsburg (KLJB) mit einer Bühne an der Ausstellung beteiligt.

 

Unterstützt durch eine buntgemischte KLJBler-Truppe aus dem Kreis Kempten hat der ASAK (Agrarsoziale Arbeitskreis) der KLJB am 15. August 2016 die Bühne in der Halle des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten übernommen und hier den „Griff ins Klo“ – eine Leihgabe der KLJB München-Freising – aufgebaut. Bei dieser Aktion konnten die Festwochenbesucher die an einer Wand festgeschraubten Toilettendeckel anheben, hinter denen sich aus KLJB-Sicht wenig empfehlenswerte Verbrauchprodukte des Alltags befanden. Unter anderem abgepackte Minisalami, das Erfrischungsgetränk eines Weltkonzerns, ein Fläschchen Heizöl. Die KLJBler präsentieren den Teilnehmenden dann Alternativprodukte und erläuterten, weshalb die Wahl des einen Produkts ein „Griff ins Klo“ sei und besser auf eine Alternative zurückgegriffen werden sollte. „Das Motto in dieser Halle lautet in diesem Jahr „Schätze unsere(r) Landwirtschaft“. Das Amt möchte hier die Vorzüge regionaler Landwirtschaft präsentieren“, erläutert Maria Dorn von der KLJB Altusried das Konzept der Aktion. „Daher haben wir Alltagsprodukte rausgesucht, für die es gute Allgäuer Alternativen gibt. Zwar gab es auch schon Kritik, wir sollten nicht die großen Marken anprangern, doch darum geht es nicht bei unserer Aktion.“ Vielmehr hatten sich die Jugendlichen zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein der Konsumenten zu wecken, woher die Produkte, die tagtäglich gekauft werden, stammen, wie sie produziert werden und was das für die Natur bedeutet.

 

Trotz einiger kritischer Stimmen kam die doch recht humorvollpräsentierte Aktion gut an und der KLJB-Stand war fast durchgängig stark frequentiert, was sicherlich auch dem zweiten Angebot zu verdanken ist: dem „Kräuter-Quiz“. Hier hatten die Besucher die Möglichkeit nur mittels „riechen“ fünf verschiedene Kräuter zu erkennen. „Im Schnitt erkennen die Leute drei von fünf“, sagt Peter Schöllhorn aus der KLJB Betzigau, der unter anderen die Standbetreuung übernommen hatte. „Aktiv bin ich noch gar nicht so lange bei der KLJB dabei“, erläutert Peter, „doch die Aktion heute finde ich als Landwirt total klasse. Ich gehe gerne auf Leute zu und erzähle ihnen etwas über die Landwirtschaft.“ So hatten nicht nur die Festwochen-Besucher, sondern auch die standbetreuenden KLJBler einen tollen Tag mit vielen interessanten Begegnungen auf der Allgäuer Festwoche.

 

Im kommenden Jahr gerne wieder!

 

Mehr Impressionen vom KLJB-Stand auf der Allgäuer Festwoche gibt's hier.

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