18.09.2017 13:00 von Yannick Wingenfeld

„Gespräche mit Gott“ – KLJB Bergmesse 2017

Während der KLJB Bergmesse „Gespräche mit Gott“ macht sich Simone Miller Gedanken über das „Vaterunser“

 

Unter dem Leitwort „Gespräche mit Gott“ hat die Katholische Landjugendbewegung Augsburg am gestrigen Sonntag, 17.09.2017, zur Bergmesse ins Wandergebiet „Alpsee Bergwelt“ bei Immenstadt im Allgäu eingeladen. Rund 50 – nicht nur jugendliche – Teilnehmer folgten dem Aufruf des Jugendverbandes und feierten auf einer Höhe von 1201 Metern den Gottesdienst unter freiem Himmel.

 

Bei nasskalten Wetterbedingungen erklommen lediglich ein paar Wanderfreudige den ganzen Weg zur Alpe „Obere Kalle“ zu Fuß, die meisten Gottesdienstbesucher nutzten den Sessellift, von dem aus es nur noch wenige Schritte zur Alpe waren. „Jugendliche lassen sich durchaus für traditionelle Formen der Glaubensfeier, wie Bergmessen, begeistern“, sagte KLJB-Diözesanseelsorger Dr. Gerhard Höppler „und wir beleben diese Traditionen sehr gerne.“ Der spirituelle Arbeitskreis der KLJB (AK Spirimobil), hatte zu diesem Zweck die Bergmesse unter dem Leitwort „Gespräche mit Gott“, bei der es um das Thema Beten ging, vorbereitet. Typisch für einen Jugendgottesdienst, war die Messe anstatt durch eine Predigt durch einzelne Impulse, die von den Jugendlichen vorgetragen wurden, geprägt. In Form von kurzen Zwiegesprächen machten sich die KLJBler Gedanken darüber, „was bringt mir Beten überhaupt?“

 

„Wenn ich bete, spreche ich mit Gott. Es ist für mich wichtig und schön, einen Gott zu haben, dem ich alles erzählen und bei dem ich Kraft aus dem Gebet schöpfen kann“, sagte Maria Dorn vom AK Spirimobil. Auch das „Vaterunser“ wurde im Rahmen des Gottesdienstes dieses Mal ganz genau untersucht. Die 24-jährige Simone Miller aus der KLJB Ortsgruppe Ungerhausen machte sich Gedanken zu dem populärsten Gebet der Katholischen Kirche und war dadurch gezwungen, es nicht einfach „herunter zu beten“, sondern zu verstehen, was die Worte bedeuten.

  

Michael (20) und Marian (18) waren aus Roggenburg zur KLJB Bergmesse gekommen und schwärmten im Anschluss über die Atmosphäre. „Das hier ist viel ungezwungener als in einer Kirche. Die Bewegung am Morgen in geselliger Runde macht durchaus Spaß“, erläutern sie ihre Motivation zur Bergmesse anzureisen und hochzusteigen. „Außerdem ist es immer ein schönes Erlebnis, mit anderen KLJBlern zusammen zukommen.“

 

Im Anschluss an den geistlichen Teil der Bergmesse folgte der gemütliche, bei dem die Teilnehmer mit warmen Kakao und heißer Suppe in der Hütte ihre Hände und Füße wieder auftauten, ehe der gemeinsame Abstieg – dieswärts für alle zu Fuß – erfolgte.

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