12.07.2017 13:30

Alle Mann an Bord!

Erlebnispädagogik auf der Altmühl

Endstation: Das letzte Boot ist am Etappenziel.

Am vergangen Wochenende (08.-09.07.2017) hat sich eine Kohorte KLJBler aus dem Diözesanverband Augsburg in Treuchtlingen getroffen, um gemeinsam mit dem Kanu auf der Altmühl bis nach Dollnstein zu gelangen.

  

Nach einer kurzen Einweisung wurden die Boote zu Wasser gelassen. Obwohl einige Teilnehmer zum ersten Mal in einem Kanu sitzen, kommt die Truppe gleich von Anfang an gut voran. Als größte Herausforderung erweist sich bald der niedrige Wasserstand, denn mancherorts fließt derartig wenig Wasser, dass die Boote nur durch schnelles Paddeln vorankommen. Zwei Kanubesatzungen müssen sogar immer wieder aussteigen, um ihr Gefährt überzusetzen. Aber Dank genügender Kraft, guter Absprache und Zusammenarbeit klappt das problemlos.

  

„Je weniger Wasser im Fluss, desto mehr Wasser in den Kanus“ – lautet wohl eine neue Katholische Landjugendregel. Denn im Laufe des Tages perfektionieren die Kanufahrer ihre Technik, um die Insassen der anderen Boote vollzuspritzen. Nach einem heftigen Regenschauer hilf dann nur eins: Aussteigen und die Kanus umdrehen.

  

Schließlich werden am Zeltplatz Solnhofn die Kanus für den Tag ein letztes Mal aus der Altmühl getragen. Denn dort auf dem Campingplatz schlägt die KLJB ihr Nachtlager auf. Den Abend verbringen die Jugendlichen gemeinsamen mit Spielen, Gesprächen und Lagerfeuer.

  

Ein heftiger Regenschauer weckt die Camper am nächsten Morgen. Nach und nach kriechen alle aus den Zelten und versammeln sich zum gemeinsamen Frühstück. Es folgt eine Tagesbesprechung dann heißt es: Boote wieder ins Wasser setzen und auf zu neuen Ufern! Dank des Niederschlags geht es nun auf der Altmühl zügig voran. So erreicht auch das letzte Boot am Nachmittag das Ziel Dollnstein.

  

Der AK-Baum erklärt:

Kanutouren gelten als ein besonderes Highlight in der Erlebnispädagogik. Denn die gemeinschaftliche Fortbewegung auf dem Wasser macht äußerst viel Spaß. Dabei fördert Kanufahren zum einen Ausdauer, Kraft, Koordination, sportliches Geschick und verbessert das eigene Körpergefühl. Zum anderen lernen die Jugendlichen beim gemeinsamen Paddeln wichtige Sozialkompetenzen. Vom Einteilen auf die einzelnen Boote, dem Tragen der Kanus hin bis zum erfolgreichen Manövrieren sind eine Reihe von Absprachen und Einigungen erforderlich, welche eine gute Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit verlangen. Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme, Verantwortungsbewusstsein und Teamgeist werden beim Kanufahren in der Praxis eingeübt. Bei einem Erlebnis in der Natur wird zudem der Blick auf die Pflanzen- und Tierwelt geschärft. So bietet eine Kanutour schließlich auch Gelegenheit auf einen respektvollen Umgang mit der Schöpfung zu achten.

 

Christella Winkler

Zurück